Auf dem Gebiet der Betonsanierung und -reinigung geht es vorrangig darum, verschmutzte und schadhafte Betonoberflächen so zu bearbeiten, dass ein tragfähiger Untergrund geschaffen wird, der den Vorschriften zur Oberflächen-Haftzugsfestigkeit enspricht (Mittelwert: 1,5 N/mm²).

Dazu werden alle artfremden, den Haftverbund zu nachfolgenden Schichten mindernden Sustanzen (Staub, lose Bestandteile, Algen, Verschmutzungen, Altanstriche, zementöse Beschichtungen etc.) rückstandslos entfernt und der Untergrund für folgende Neubeschichtungen aufgerauht.

Angewendet werden zum Teil das Trocken-Strahlverfahren (Sandstrahlen), in erster Linie jedoch das Hochdruck-Wasser-Strahlverfahren, bei dem wiederum verschiedene Techniken zum Einsatz kommen:

 

Arbeitsdruck

Wasser-
Fördermenge

Temperatur

Variante 1

500 bar

30 l/min

99C

Variante 2

1650 bar

2,5 l/min

kalt

Variante 3

2500 bar

20 l/min

kalt

Unter Anwendung dieser Verfahren lassen sich auch verschmutzte und verwitterte Oberflächen aus Stein, wie alte Granitsockel und -stufen, sowie Klinker-Hauswände etc. reinigen und bekommen dadurch ein völlig neues Aussehen.

 

 

Vorher

Sockel einer Villa am Bärenstein in Plauen vor ...

Nachher

... und nach der Behandlung

 

 

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit für das Hochdruckwasser- bzw. Sandstrahlen bietet sich in der nachträglichen Behandlung von Betonoberflächen. Hierbei wird die vorhandene Zementschlämme abgestrahlt und so die darunter liegende Kieselstein- struktur freigelegt. Nach dieser Behandlung kommen die verschieden Korngrößen des Kieselsteins besonders dekorativ zur Geltung.
 

Freilegen der Kieselstruktur an der Stadtmauer in Plauen

 

Nach erfolgter Reinigung der Beton- bzw. Steinflächen besteht die Möglichkeit einer Oberflächenimprägnierung durch Hydrophobierung.